[Rezension] Empfehlung: Ich fürchte mich nicht - Tahereh Mafi

18 Dezember 2014



Daten zum Buch: 
 
Genre: Dystopie
Originaltitel: "Shatter me"
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 316 Seiten
Erschienen im: Goldmann-Verlag

Klappentext:

Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...

(Der Klappentext und das Cover stammen vom Goldmann-Verlag. Wer jetzt noch Lust hat, sich den gelungenen Trailer zum Buch anzuschauen kann das hier tun.)

Zum Inhalt:

Die 17- jährige Juliette ist eingesperrt, bis das Regime beschließt, sie als Waffe gegen die Rebellen einzusetzen. Der Junge Adam wird zu ihr in die Zelle gesperrt. Adam, der ihr so verdammt bekannt vorkommt. Adam, den sie nicht berühren darf - Denn ihre Berührung ist tödlich. Blöd nur, dass Adam nicht locker lässt.
In der Zeit, in der Juliette eingesperrt war, hat sich viel verändert. Die Welt, wie sie sie kannte, gibt es nicht mehr. Doch für wen wird sie kämpfen? Wird sie Warners Waffe sein? Wird sie um Adam kämpfen? Hingezogen zu beiden Seiten versucht Juliette mit ihrem Fluch klarzukommen. Doch ist es mehr ein Fluch, denn eine Gabe? Was ist richtig, was falsch? Wem kann sie trauen?

Meine Meinung: 

Also erst einmal muss man ja dem Coverdesign huldigen. Danke an denjenigen, der dieses wunderschöne Cover gestaltet hat. Eine absolute Bereicherung für jedes Bücherregal :D

Als ich mit dem Buch begonnen habe, war ich noch nicht so scharf auf den Schreibstil. Ständig war was durchgestrichen und zehntausende Zahlen tummelten sich auf den Seiten. Doch ich sage euch, lest unbedingt über die ersten 50 Seiten hinaus. Der Schreibstil ist am Anfang bewusst so gewählt, um Juliettes Zeit in Gefangenschaft besser darzustellen. Sobald Juliette aufblüht, passiert das ganze auch mit dem Schreibstil. Er ist wunderschön poetisch, aber dennoch verständlich. Allein für diese Umsetzung hätte die Autorin einen Preis verdient. Doch lest doch einmal selbst:

Lieblingszitat: " Geheimnisse tropfen aus seinem Mund, und aus meinen Ohren tropft die Tinte dazu, befleckt meine Haut mit seinen Geschichten."
(Aus "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi, erschienen im Goldmann-Verlag)

Neben dem wunderschönen Schreibstil, ist auch die Geschichte sehr fesselnd, richtig gut erzählt und bringt mit einer Prise Nachdenklichkeit auch Gesellschaftskritik unter, wie sie realistischer fast nicht sein könnte. Tahereh Mafi zeichnet eine Welt, wie sie sein könnte, wenn wir uns weiterhin nicht um den Umweltschutz kümmern, genmanipuliertes Essen naschen und uns nicht um unsere Mitmenschen scheren. Verpackt in so seidigen Worten, dass sie sich im Kopf festsetzt und noch lange nachdem man das Buch gelesen hat, einen Nachhall bildet. 

Nun bin ich gespannt, wie es mit Juliette, Adam und Warner weitergeht und hoffe, dass wir noch viel von der Autorin hören werden. So ein Debüt findet man nicht oft, deshalb fangt den Tropfen und löscht das Feuer. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die Dystopien lieben, Fantasy-Bücher verschlingen oder gerne weit in ein Buch abtauchen. All das bietet "Ich fürchte mich nicht".

Und wie sollte es auch anders sein, gibt es für dieses Buch volle 5 Leseeulen.


Wer hat das Buch noch gelesen? Wie hat es euch gefallen?

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