[Rezension] Die Farbe des Todes - Leslie Parrish | Angsthase trifft auf Thriller - ob das gut geht?

12 April 2015



Hallihallo ihr Lieben!

Ich habe heute erneut eine Rezension für euch. Dieses Buch habe ich zu Ostern an euch verlost und bin euch noch die Rezi schuldig geblieben. Hier ist sie, taufrisch ;)

LYX Egmont| Taschenbuch| Band 1| 416 Seiten| Thriller| Kaufen?



Worum geht es?

Washington, 2022. Im Keller des Weißen Hauses wird die grausam zugerichtete Leiche einer Frau gefunden. Detective Veronica Sloan wird auf den Fall angesetzt – als Teil eines Spezialteams, das mit einer neuen Technologie Morde schneller aufklären soll. Das Projekt ist noch geheim, doch das Opfer war offenbar darin involviert. Es scheint, der Mörder wusste genau, womit er es zu tun hat. Denn er hat den Kopf der Leiche verschwinden lassen…                                                                                                                                                            Quelle: LYX


Meine Meinung:


Aufmachung:

Für das Cover habe ich nur ein Wort übrig: wunderschön! 



Zum Inhalt:

Veronica Sloan ist ein typischer "Kick-Ass" Detective - harte Schale, weicher Kern. Ihren Vater und ihre Brüder hat sie 2017 bei terroristischen Anschlägen auf die gesamten USA verloren. Seit dem versucht sie alles Erdenkliche, um den Terror zu bekämpfen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie sich bereit erklärt bei einem neuen Projekt mitzuwirken, dass es den Detectives erlaubt, Straftaten in Zukunft schneller zu lösen. 

Als es zu einem grausamen Mord kommt, scheint die Zeit für Veronica gekommen. Sie soll mit Hilfe der neuen Technologie den Mord aufklären. Zur Seite steht ihr dabei Agent Jeremy Sykes, den sie so gar nicht leiden kann und der ihr erheblich auf die Nerven geht. Als wäre das alles nicht genug, ist auch der Kopf des Opfers nicht aufzufinden. Der Täter scheint von der neuen Ermittlungsmethode zu wissen, schließlich ist der Kopf dafür zwingend erforderlich. 

"Die Frau hatte die erste Attacke um fast anderthalb Stunden überlebt und jede einzelne Sekunde miterlebt. Nach dem ersten Adrenalinstoß war die Angst gekommen, dann das Entsetzen. Schmerz, dann Verwirrung und schließlich der Tod."                                                       
                                                                                                     (Seite 70)
 
Eine aktuelle, äußerst erfrischende Idee, deren Umsetzung Leslie Parrish sehr gut gelungen ist. Scheint die neue Technologie anfangs etwas übertrieben, so ist man sich nachher sicher: Das alles hätte sich genau so zutragen können. Spätesten seit 9/11 sind solche Anschläge durchaus Realität und Parrish stellt hier lediglich überspitzt dar, was diese Ereignisse mit dem Sicherheitssystem der USA anstellen können. Mit Veronica Sloan hat Parrish eine unglaublich starke Protagonistin geschaffen, die mir mit ihrem doch sehr speziellen Humor und ihrem Durchsetzungsvermögen sofort sympathisch war. Jeremy Sykes ist da nur das i-Tüpfelchen, das immer Mal wieder Salz in die Wunde streut. 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eigentlich keine Thriller lese. Nicht, weil sie mich nicht interessieren, sondern, weil ich einfach ein kleiner Schisser bin. Die Täter verfolgen mich bis in die Nacht. 

Leslie Parrish hat es trotzdessen geschafft, mich so sehr zu faszinieren, dass ich die durchaus brutalen Morde in das hinterste Eckchen meines Kopfes geschoben und fleißig mit ermittelt habe. 


Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe und freue mich auf das Gespann Sloan und Sykes. Gerne mehr von Leslie Parrish.

Wer von euch kennt die Geschichte, wie hat es euch gefallen? Hand aufs Herz, wer zählt hier noch zu den Thriller-Angsthasen?  Wäre dieses Buch etwas für euch? :) Ich freue mich auf den Austausch und wünsche euch einen schönen Sonntag. Ich mach´s mir jetzt gemütlich, natürlich - mit Buch! :)

Alles Liebe,
eure Anna

(Dieses Buch erfüllt Aufgabe 24 auf der grünen Seite der Challenge der Gegenteile - ein Thriller)

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