[Rezension] Ruht das Licht von Maggie Stiefvater

26 August 2015

Script 5 | Band 2 | Gebunden | 398 Seiten | Fantasy | Liebe | Kaufen?


Worum geht es?

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.
Quelle: Script 5

Meine Meinung:

Zum Inhalt:

Sam hat seine Wolfsgestalt für Grace bekämpft und nun können die beiden endlich die traute Zweisamkeit genießen. Scheinbar. Denn plötzlich haftet Grace der Geruch der Wölfe an und sie läuft Gefahr sich zu verwandeln. Doch wie hält man einen solchen Prozess auf, wenn er erst einmal begonnen hat und man nicht weiß, womit man es zu tun hat? 
Neben der Geschichte von Grace und Sam erleben wir diesmal auch die Geschichte von Cole, der nichts lieber täte, als sich endlich in einen Wolf zu verwandeln und für immer einer zu bleiben. Die Wolfsgestalt bietet im eine Fluchtmöglichkeit aus seiner "alten" Welt und er muss sich nicht mehr mit seinem Gewissen auseinandersetzen. Was Cole möchte, ist Graces' Leid. Was, wenn die beiden aufeinandertreffen?

Vorab möchte ich deutlich machen, dass mich der erste Teil der Reihe schon nicht vollends überzeugt hat und dieser nun der Überzeugung dienen sollte. Leider hat auch dieser es nicht geschafft. 
Ich habe die Geschichte zusammen mit der lieben Nicola gelesen, die genau wie ich, vom ersten Teil nicht sehr begeistert war. Ich muss ehrlich zugeben: Wäre Nicola nicht gewesen, dann hätte ich dieses Buch unterbrochen. Sie hat mich durch die Geschichte begleitet und dank ihr habe ich das Buch dann auch beendet. Nicht aufgrund des Inhalts.

Die Wärme, die im ersten Teil noch zwischen Grace und Sam geherrscht hat, ist plötzlich komplett verschwunden. Sie reden kaum mehr miteinander, haben Geheimnisse und die ganze Beziehung wirkt eher kalt. Das kam mir nach dem ganzen "Schnulz" im ersten Teil dann schon sehr suspekt vor. 
Zum anderen passiert in den ersten zwei Dritteln des Buches fast nichts. Ständig geht es um Grace, wie sie versucht zu umgehen, Sam zu sagen, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sag ich es ihm? Sag ich es ihm nicht? Das über mehr als die Hälfte des Buches. Leider war mir das nicht genug Inhalt, um eine gute Geschichte zu füllen. 
Die einzigen spannenden Momente hatte man dann mit Isabel und Cole. Erstere tauchte bereits in "Nach dem Sommer" auf und war mir dort schon recht sympathisch. Cole ist der neue Charakter in diesem Buch und zusammen mit Isabel, sind sie der kapputte Teil der Gefühlswelt als Gegenpol zu Sam und Grace. Die beiden versuchen sich gegenseitig zu helfen und ihre Wunden zu pflicken. Natürlich nicht, ohne sich dabei ein wenig zu necken. 
Richtig Fahrt aufgenommen hat die Geschichte allerdings erst am Ende, welches jedoch sehr vorhersehbar und natürlich "ein großer Knall" war. 
Leider nicht so meins. Habe den dritten Teil vorher schon gekauft, bin mir nun aber nicht mehr sicher, ob ich diesen überhaupt noch lesen möchte. Vielleicht werde ich es zum Abschluss der Reihe für mich noch einmal lesen. Mein neues Lieblingsbuch wird es wohl aber eher nicht werden. 

Zum Schreibstil:

Den Schreibstil kann ich leider nicht einschätzen, da die Geschichte meinen Blick dafür sehr getrübt hat. Ich möchte nicht sagen, dass der Schreibstil langatmig und hinauszögernd ist, auch wenn er den Eindruck macht. Das kann natürlich auch einfach an der Geschichte gelegen haben.
 
Fazit:

Ein sehr enttäuschender, langatmiger zweiter Band, der nur wenige bis gar keine Spannungsmomente aufweist und für mich persönlich unnötig ist. Ich vergebe 2 von 5 Lesepunkten.



An diejenigen, die das Buch auch nicht mochten: Habt ihr bereits ein anderes Buch von Maggie Stiefvater gelesen? Hat euch da die Geschichte gefallen?

An alle anderen: Habt ihr das Buch gelesen? Könnt ihr mir zustimmen oder ist es euch anders ergangen?

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2 Kommentare

  1. Huhu liebe Anna! :)

    Ich habe leider erst Band 1 der Reihe gelesen, möchte mich aber auch noch an Band 2 versuchen. Insgesamt fand ich den Auftakt der Mercy Falls Trilogie ganz nett. Ich hatte das Buch trotz seiner sehr ruhigen Stimmung schnell gelesen und war durch das Ende dann doch noch gespannt, wie es wohl weitergehen wird. Band 2 sollte mich, wie auch dich, dann ein wenig mehr von sich überzeugen. Schade, dass er das bei dir schonmal nicht geschafft hat. :( Falls du dich noch an das Finale wagen solltest, drück ich dir die Daumen, dass wenigstens dieses etwas besser wird!

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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    1. Hallo liebe Nina :)
      Genauso ging es mir mit dem ersten Band auch. Leider hat auch der zweite mich nicht mit einem grandiosen Gefühl zurück gelassen. Ich drücke dir die Daumen, vielleicht gefällt er dir ja besser! :)
      Danke für den Zuspruch, den werde ich wohl brauchen.

      Ganz liebe Grüße zurück, Anna

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