Mystic City - Das gefangene Herz von Theo Lawrence

23 September 2015

Mystic-City-Das gefangene-Herz-Theo-Lawrence
Ravensburger Verlag | Band 1 | 411 Seiten | Fantasy | Kaufen?

Worum geht es?

Aria Rose hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren. Als sie dann auch noch den gut aussehenden Hunter trifft, ist ihre Verwirrung vollkommen. Auf mysteriöse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch diese Liebe darf nicht sein. Denn Hunter gehört zu den Mystikern, einer Rebellengruppe mit magischen Fähigkeiten. Sie werden von Arias Familie von jeher unterdrückt. Kaum gibt Aria sich ihren verbotenen Gefühlen hin, entbrennt ein erbitterter Machtkampf in der Stadt und eine dunkle Erinnerung kehrt zurück ...
Quelle: Ravensburger Buchverlag

Meine Meinung:

Zum Inhalt: 

Als Aria erwacht, erinnert sie sich an nichts mehr. Laut ihrer Eltern habe sie eine Droge konsumiert und daraufhin viele Gedächtnislücken zurückbehalten. Doch vergisst man auch, wen man geliebt hat? Aria soll den Sohn des mit ihrer Familie verfeindeten Clans heiraten, da sie sich mit ihm vor ihrem Gedächtnisverlust verlobt habe. Sie beginnt jedoch zu zweifeln, da sie keinerlei Erinnerung an seine Berührung und seine Liebe zurückbehalten hat. Sollte dies bei wahrer Liebe nicht eigentlich so sein?
Aria lebt in einer Welt, in der die Mystiker unterdrückt werden. Mystiker haben besondere Kräfte, vor denen sich Nichtmagier fürchten, weshalb Ihnen die Kraft abgeschöpft wird, um sie beispielsweise für die Stromzufuhr zu nutzen. Hunter ist einer von ihnen und hat sich der Rebellion angeschlossen. Als Aria auf Hunter trifft, beginnt sie alles in Frage zu stellen, was ihre Familie ihr mit auf den Weg gegeben hat.

Die Welt, in der Aria und Hunter sich befinden, mutet erst einmal recht interessant an. Mir gefällt die Idee der unterdrückten Mystiker, da sich hier erneut Fantasy mit dystopischen Elementen mischt. Natürlich werden die unterdrückten Mystiker sich auch hier irgendwann gegen die Regierung wenden. Leider ist die Gesellschaftsstruktur in diesem ersten Band viel zu flach geblieben. Es werden dem Leser Tatsachen aufgetischt, aber nur mit einem alten Vorfall erklärt, der für mich für diese Situation zu einfach gewählt worden ist. Unsere Protagonistin Aria ist durch ihre Familie von Geburt an nach deren Sicht auf die Welt erzogen worden. Sie hinterfragt nicht, was mit dem Mystikern passiert und bildet sich kaum eine eigene Meinung. Im Laufe der Geschichte beginnt sie dann, ihre Ansichten zu hinterfragen, jedoch geht das für mich nicht weit genug. Beispielsweise wird ihr erklärt, dass die abgeschöpfte Energie der Mystiker dafür genutzt wird, Strom einzuspeisen. Doch Aria reagiert vollkommen erstaunt, als ihr klar wird, dass die Mystiker dadurch schwächer, ja gar krank werden. Ist das nicht eigentlich offensichtlich?
Insgesamt erscheinen mir alle Charaktere sehr oberflächlich. Auch Hunter, der mir von Anfang an sympathisch war, hatte noch nicht viele Facetten zu bieten. Die Nebencharaktere bleiben ebenfalls charakterlos und bringen nicht viel Schwung in die Geschichte. Leider bleibt das Buch viel zu oberflächlich, auch wenn die Liebesgeschichte alá Romeo und Julia ganz nett anmutet. Die Geschichte und die geschaffene Welt hätten viel mehr Potential gehabt und ich hätte mir gewünscht, dass einfach noch mehr Struktur in die Erzählungen bezüglich der Gesellschaft gebracht wird. Ich hoffe dies wird in den Folgebänden noch ergänzt.

Zum Schreibstil:


Theo Lawrence schreibt mit einem relativ einfachen Wortschatz, der sehr gut zu verstehen ist. Daher kommt die Geschichte schnell voran und gleichzeitig sorgen gut eingesetzte stilistische Mittel für ein sehr klares Bild. Die Vorstellung von Spielorten wird dadurch enorm erleichtert und regt dazu an, der eigenen Fantasie Spielraum zu lassen.


Fazit:

Eine tolle Grundidee mit viel Potential. Leider war mir die Geschichte ein wenig zu oberflächlich und das Buch bleibt daher nur eines "für Zwischendurch". Schade. Ich hoffe die Folgebände ermöglichen es den Charakteren sich zu entwickeln. Ich vergebe, ob der guten Grundidee und der Freude auf den zweiten Band, 3 von 5 Lesepunkten.



3-Lesepunkte-Life-of-Anna

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2 Kommentare

  1. Ich fand das Buch auch nicht perfekt, aber eben auch nicht wirklich schlecht. So ein Mittelding eben :) Schöne Rezi!
    LG,
    Andreea
    www.themoonlitbookshelf.blogspot.de

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    1. Hallo Andreea! :)
      Genau, da kann ich dir nur zustimmen. Es freut mich sehr, dass dir die Rezension gefällt. :)
      Liebste Grüße, Anna

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