Büchereien, Bibliotheken - Das Ambiente, der Duft

03 November 2015

Hallo meine Lieben,

schon lange überlege ich, wie ich meine Liebe für Büchereien in Worte fassen kann. Da mir selbst, als ich mal wieder meine Gedanken schweifen lies - so wie oft zu dieser Zeit- aufgefallen ist, dass ich abseits des ganzen "normalen" Bloggeschehens mit euch auch einmal über andere Themen sprechen und eine Art Gedankenaustausch herbeiführen möchte, habe ich mir gedacht, dass ich einfach mal damit anfange. Häufig denke ich zu viel über den Namen des Ganzen nach, statt einfach loszulegen. Diese Kategorie hat also vorerst keinen Namen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Zukunft zusammen einen finden werden (zuerst fiel mir soetwas wie "Gedankenwolke" ein). Da rollt in meinem Kopf gerade auch schon das nächste Thema an "Brauchen wir überhaupt feste Kategorien?". Aber das sei jetzt erst einmal dahin gestellt. Heute soll es viel mehr um meine Gedanken zum Thema Büchereien gehen.



Seit ich klein bin, ich schätze es war im Alter von 11/12 Jahren, habe ich einen Bibliotheksausweis. Sämtliches Taschengeld ging für neue Lektüre drauf und da ich unersättlich war, was das Lesen angeht, kam ich wohl nicht drum rum, mich in der Bibliothek anzumelden. Und als ich, zusammen mit einer lieben Freundin -die es heute noch immer ist- die Halle des Glücks betrat, hatte mich das Ambiente gleich in seinen Fängen. Volkommen verschüchtert, hat es sehr lange gedauert, bis wir uns trauten, eine Mitarbeiterin anzusprechen, die uns dann erklärte, wie die Anmeldung verläuft. Aber eines war sicher: Einmal die Luft und den verlockenden Duft von alten und neuen Büchern geschnuppert, legten wir die Scheu ab und meldeten uns an. Stolz wie Oskar mit dem Bibliotheksausweis in der Hand, machten wir uns auf den Weg, die für uns damals unendlichen Weiten der Bibliothek zu erkunden.
Dieser Sog hat bis heute gehalten. Wenn ich die Bibliothek heute betrete, erinnere ich mich gerne an den Moment zurück, an dem sich die Pforten zum ersten Mal für mich öffneten. Und noch immer bin ich fasziniert davon, wie lange ich mich dort aufhalten kann, die Zeit völlig vergesse und mich einfach leiten lasse von den langen Regalreihen voller Bücher, die darauf warten, von mir gelesen zu werden.

Ich leihe sehr gerne Bücher aus. Die Bibliothek gibt mir die Möglichkeit, auch Bücher zu lesen, bei denen ich mir nicht sicher bin, sie gibt mir Vielfalt und sie macht mich glücklich. Ein schlechter Tag kann durch einen Besuch in der Bibliothek plötzlich gar nicht mehr so schlimm sein und ich bin wirklich froh, eine so schöne und liebevoll geführte Bibliothek in unserer Stadt zu haben.

Mir war bis heute nicht bewusst, welch große Bedeutung dieser Ort für mich hat und wie glücklich wir uns schätzen dürfen, Zugang zu einem solchen Hort des Wissens haben zu dürfen. Nicht jeder hat das Privileg, sich Bücher ausleihen zu können, auf die er sonst aufgrund finanzieller Nöte oder gar anderer Aspekten nicht zugreifen kann. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass unsere Bibliothek es ermöglicht, bis zum 18. Lebensjahr kostenlos Medien auszuleihen. Gerade Kinder brauchen manchmal einen Ort, an den sie sich zurückziehen können. Was hilft da besser als eine gute Geschichte? Leseförderung wird da ganz groß geschrieben. Danke.

Wie geht es euch damit? Habt ihr auch eine Bibliothek im Ort, der ihr regelmäßig einen Besuch abstattet? Oder ist das gar nichts für euch? Lasst es mich doch gerne in den Kommentaren wissen, ich freue mich auf den Austausch mit euch.

Alles Liebe, eure Anna

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