Das Land der verlorenen Träume | Caragh O' Brien

26 Februar 2016

Heyne fliegt | Band 2 | Gebunden | Dystopie | 464 Seiten | Kaufen? '


Worum geht es?

Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe … 
(Die Rechte am Klappentext liegen bei Heyne>fliegt.) 

Meine Meinung:

Gaia ist aus der Enklave geflohen und wandert nun mit ihrer kleinen Schwester auf der Suche nach dem geheimnisvollen Ort, den ihre Großmutter erwähnte, durchs Ödland. Was mit Leon seit dem Tag ihrer Rettung passiert ist, weiß sie nicht. Diese Ungewissheit und die Trockenheit des Ödlandes lassen sie verzweifeln. Kurz vor dem Verdursten rettet ein junger Mann die beiden Mädchen und bringt sie in ein fremdes Dorf. Gaia fühlt sich sicher und ist dankbar für die Rettung. Bis sie bemerkt, welchen Preis sie für ihre Rettung zahlen muss. Denn anders als in der Enklave, herrschen hier nicht die Männer, sondern die Frauen. Und das auf ganz eigentümliche Weise.

Seit ich den ersten Teil gelesen habe, ist schon so einiges an Zeit vergangen. Ich war mir nicht sicher, ob ich wieder in die Geschichte finden könnte, konnte ich mich an die Geschehnisse des ersten Teils doch kaum noch erinnern. Caragh O' Brien hat es durch einzelne Schlüsselwörter geschafft, meine Erinnerung an die Geschichte wieder zu wecken. Sie kommt dabei ganz ohne ausschweifende Nacherzählungen aus, was ich sehr schätze.
Anders als im vorherigen Band befinden wir uns hier in einer komplett anderen Welt. Das mag zu Anfang etwas verworren wirken, da man sich an die Enklave gewöhnt hat, doch ergibt es bei dieser Geschichte Sinn. 
Gaia hat sich durch ihre Erfahrungen in der Enklave deutlich verändert und so reagiert sie in vielen Situationen anders, als man es erwartet hätte. Gaia handelt impulsiv, jedoch völlig ihrem Charakter entsprechend und so ist es sehr angenehm, ihren Entscheidungen zu folgen.
Schon als Gaia das Dorf erreicht, wird der Spannungsbogen aufgebaut. Man fragt sich, was es mit diesem Dorf auf sich hat, warum das Volk dort solche Eigenheiten hat und wie Gaia damit zurecht kommen wird. Denn sie muss auch auf ihre Schwester achtgeben.
Viele junge Männer umschwärmen Gaia, doch sie kann Leon nicht vergessen. Was ist mit ihm passiert? Der Leser wartet darauf, etwas von Leon zu hören und doch wird die Angst geschürt, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. 
Die Geschichte ist rasant, spannend und konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Einzig eine kleine Eifersuchtsgeschichte konnte mir die Freude nehmen. Ich vergebe daher vier von fünf Lesepunkten.

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