Schnee Elfen Herz von Sanja Schwarz*

02 März 2016

Fischer FJB | Einzelband | Taschenbuch | 208 Seiten | Fantasy | Kaufen? '


Worum geht es?

Der Prinz aus dem Reich der Elfen – märchenhaft schöne Romantasy
Weiß wie Schnee, rot wie Blut: Mitten in der Nacht wird Sira von einer wispernden Stimme in den Wald gelockt. Dort trifft sie auf Turak, den Sohn des Schneeelfenkönigs, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Von ihm erfährt sie, dass sie selbst halb Mensch, halb Elfe ist. Noch ahnt Sira nicht, dass sie die Einzige ist, die Turak vor dem sicheren Tod retten kann, denn im Elfenreich herrscht Krieg. Und Turaks erbittertster Feind hat bereits einen teuflischen Plan geschmiedet.

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Fischer FJB.)

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits viele Elfen-Geschichten gelesen und für gut befunden habe, war ich auf der Suche nach einem weiteren Buch, dass mich überzeugen kann.
Sira wächst nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf und ist an ihrer neuen Schule nicht allzu beliebt. Dennoch versucht sie sich möglichst anzupassen, damit sie eines Tages mit zu der Clique gehören kann, die alles dominiert. An ihrem 17. Geburtstag ändert sich das jedoch schlagartig. Sie stößt ihre "Freunde" vor den Kopf und wird plötzlich magisch von einer Stelle des gefrorenen Sees in der Nähe ihrer Schule angezogen. Auch Äußerlich verändert sie sich sehr stark und in ihren Träumen sieht sie Turak, ohne den sie sich nicht mehr ganz fühlt. Als wäre ein Teil ihrer Selbst vollkommen verschwunden. Durch einen Umstand gelangt sie in die Welt der Elfen und muss diese retten.
Ich hatte die Hoffnung, dass diese Geschichte mir gut gefallen wird, auch wenn sie nicht sehr seitenstark ist. Denn der Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Leider ist die ganze Geschichte an manchen Stellen sehr unglaubwürdig. Das liegt vor allem daran, dass Situationen häufig viel zu schnell abgehandelt werden und man das daher als Leser sehr schlecht nachempfinden kann. So akzeptiert Sira viel zu schnell, dass sie halb Mensch, halb Elfe ist, hinterfragt das ganze nicht und akzeptiert im Allgemeinen das meiste so, wie es ist. Im Klappentext steht, dass sich Sira "Hals über Kopf" in Turak verliebt. Das ist hier wörtlich zu nehmen. Leider. Von einer auf die nächste Seite ist es um sie geschehen, ohne, dass sich dort überhaupt etwas hätte entwickeln können. Zudem ist Sira naiv und handelt ohne nachzudenken. 
Die Handlung an sich ist sehr gut, man kann das Buch durchaus lesen. Man sollte jedoch nicht erwarten, dass das Buch in die Tiefe geht und einem einen unumstößlichen Plot bietet. Dem Buch hätte meines Empfindens nach die doppelte Seitenstärke gutgetan. Aus der Geschichte hätte man so viel mehr machen können, wenn man das Handlungskonstrukt durch Beschreibungen und Tiefe der Charaktere dreidimensionaler gestaltet hätte. 

So bleibt das Buch ein leise plätscherndes, oberflächlich und leider ohne Tiefe der Charaktere. Solltest du nach einer Lektüre suchen, die dich kurzweilig unterhält, kann ich dir dieses Buch ans Herz legen. Ich vergebe drei von fünf Lesepunkten.


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