Fernweh zum Glück von Kerstin Böhm

01 August 2016

Einzelband | Taschenbuch | 302 Seiten | Liebesroman | Kaufen?


 Worum geht es?

Rucksack aufgeschnallt und ab ins neue Leben!
 
Bislang hat die 26-jährige Lena nur von fernen Ländern geträumt, doch weiter als nach Südtirol ist sie nie gekommen. Als sich ihr Mann von ihr trennt, bucht sie spontan eine Weltreise. Bloß weg! Bei ihrem ersten Stopp in Thailand begegnet sie Roman, einen weltgewandten Geschäftsmann, der sie prompt an ihren Ex erinnert. Und dann nimmt er auch noch dieselbe Route. Was sie jedoch nicht weiß: Auch der so lässig wirkende Roman versucht, sein altes Leben hinter sich zu lassen.

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Kerstin Böhm.) 


Meine Meinung:

Lena ist es Leid, sie möchte von Lukas, ihrem Ehemann nicht mehr bevormundet  und als unfähig abgestempelt werden. Als der verehrte Herr sie dann auch noch wegen einer anderen sitzen lässt, beschließt sie es sich und ihrem Mann zu beweisen und allein die Welt zu erkunden. Mit ihrer Reisegruppe, aber dennoch auf sich allein gestellt, begibt sie sich zu den schönsten Orten der Welt. Relativ schnell findet sie Anschluss und neue Freunde, wenn da nicht noch Roman wäre, zu dem sie sich besonders hingezogen fühlt. Das Problem hierbei jedoch: Er erinnert sie sehr stark an ihren Ex-Mann. Klares Aus für Roman. Während der Reise kommen sie sich dennoch näher, denn auch Roman hütet ein Geheimnis. Doch was passiert, wenn einen der Ex- Mann plötzlich zurückhaben möchte?


Kerstin Böhm, nimmt uns in "Fernweh zum Glück" mit zu den verschiedensten Orten der Welt. Ob nun nach Thailand, Australien oder Neuseeland, durch ihre Beschreibungen, die nicht ausschweifend aber dennoch sehr bildhaft sind, fühlt sich der Leser als Teil der Reisetruppe. In der Reisetruppe sind einige Klischees vertreten, beispielsweise das ältere Pärchen, das sich wie Pat und Patterchon verhält, aber trotzdem liebenswürdig rüberkommt. Kerstin Böhm gestaltet ihre Charaktere so, dass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Sie sind symphatisch, teilweise wirklich witzig und haben alle ihre kleinen Päckchen zu tragen. 
So auch unsere Protagonistin Lena und ihr Mitreisender Roman, die beide Geheimnisse mit sich schleppen, von denen sie Abstand gewinnen möchten. 

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Roman und Lena erzählt, wodurch der Leser einen sehr guten Einblick in die jeweilige Gefühlswelt bekommt.  Alle Charaktere wurden mit soviel Liebe gezeichnet, dass es eine wahre Freude ist, ihren Weg zu verfolgen. Auch die leichten Twist in der Geschichte haben dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und wissen musste, wie es ausgeht.


Abschließend sollte vielleicht gesagt werden, dass es sich bei dem Roman eher um einen Liebesroman, als ein Reisetagebuch handelt, was man auch merkt. Die Liebesgeschichte ist jedoch nicht mit Kitsch behaftet und bleibt so realitätsnah und unaufgeregt, dass man das Buch geradezu verschlingt. Mir hätten die Landschaftsbeschreibungen noch ein wenig mehr zur Geltung kommen können, jedoch tut es der ganzen Geschichte keinen Abbruch, sondern bildet eher eine schöne Untermalung der Geschichte.

Ich vergebe vier von fünf Lesepunkten und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin. 



   

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