Rezension: Liebe ist kein Duett | Heike Fröhling*

07 November 2016

Heike Fröhling | Band 1 | ebook | 220 Seiten | Roman | Kaufen?


Worum geht es?

Manchmal hat das Leben einen anderen Plan für dich!
Das muss Carolin schmerzhaft erkennen, als ihr Verlobter stirbt und sie allein für ihre Zwillinge verantwortlich ist. Für Trauer bleibt keine Zeit. Finanzielle Sorgen zwingen Carolin, wieder eine feste Stelle anzunehmen. Dann begegnet sie ihrem Kollegen Patrick. Für eine Beziehung hat sie weder Zeit noch Sinn. Doch Patrick weckt verschüttete Sehnsüchte und sie hofft auf einen Neuanfang. Als ein weiterer Mann in ihr Leben tritt, wird ihr Alltag erneut durcheinandergewirbelt …

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Heike Fröhling.)

Meine Meinung:

Carolin hat im Geburtsjahr ihrer Zwillinge ihren Verlobten durch einen Unfall verloren. Fünf Jahre später begleiten wir ihren Alltag, der sich mit zwei Kindergartenkindern und einer Vollzeitstelle mehr als stressig herausstellt. Hoffnung schöpft Carolin erst, als sie auf ihren neuen Kollegen Patrick trifft, der ihr das ein oder andere Mal unter die Arme greift und widersprüchliche Gefühle in ihr weckt. Ist es nicht noch viel zu früh für eine neue Liebelei? Wie werden die Zwillinge reagieren? Als nun ein weiterer Mann in ihr Leben tritt, der sie vergessen lässt, was Trauer heißt, findet sie sich in einem Zwiespalt wieder. Und wie jeder weiß, können auch Kinder unberechenbar sein.

Heike Fröhling schildert in ihrem Roman die Probleme des Alltags einer alleinerziehenden Mutter mit Zwillingen sehr authentisch und macht dem Leser deutlich, wie schwierig es ist, die Kinder vor der Trauer zu bewahren, sich selbst nicht zu verlieren und immer stark zu sein - für die Kinder. Heike Fröhling gelingt es, die Hektik des Alltags von Carolin auf den Leser zu übertragen und ihm so das Gefühl zu geben, der Protagonstin sehr nahe zu sein. Beim Lesen ist mir selbst oft der Gedanke gekommen, wie es wohl wäre, wäre ich in diese Situation geraten. Man erwischt sich dabei, zu urteilen, ohne selbst in der Situation zu sein. Das Buch führt einem vor Augen, dass man nicht grundlos urteilen soll, da man häufig nicht weiß, was dahinter steckt.
Allerdings waren für mich einige Handlungsstränge der Protagonistin nicht ganz nachvollziehbar. Sie verhält sich teilweise sehr widersprüchlich, was an sich nicht schlecht ist, mich in diesem Zusammenhang aber erheblich gestört hat. Teilweise ruckelt die Handlung und ich habe das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Besonders ein Handlungsstrang kam für mich aus dem Nichts und wurde für meinen Geschmack auch etwas zu schnell wieder fallen gelassen. Insgesamt bin ich der Meinung, dass das Ende viel zu abrupt kam und das Buch für die Thematik ein wenig zu kurz geraten ist. 

Alles in allem war es ein gutes Buch, das zum Nachdenken anregt, mich jedoch ein wenig in der Luft hat hängen lassen.

Ich vergebe drei von fünf Lesepunkten.



*Diese Rezension ist in Zusammenarbeit mit Heike Fröhling und der Agentur Mainwunder entstanden, die mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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