Rezension: The Chemist - Die Spezialistin | Stephenie Meyer*

01 Dezember 2016

Fischer Scherz | Einzelband | Hardcover | 624 Seiten | Roman | Kaufen?

Worum geht es?

Sie hat für eine geheime Spezialeinheit der US-Regierung als Verhörspezialistin gearbeitet. Sie weiß Dinge. Zu viele Dinge. Deshalb wird sie jetzt selbst gejagt, bleibt nie länger an einem Ort, wechselt ständig Name und Aussehen. Drei Anschläge hat sie knapp überlebt. Die einzige Person, der sie vertraut hat, wurde umgebracht.
Doch jetzt hat sie die Chance, wieder ein normales Leben zu führen. Dafür soll sie einen letzten Auftrag ausführen. Was sie dabei herausfindet, bringt sie jedoch in noch größere Gefahr, macht sie verwundbar. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben gibt es einen Mann an ihrer Seite, der ihr wirklich etwas bedeutet. Und sie muss alles dafür tun, damit sie beide am Leben bleiben – mit ihren ganz eigenen Mitteln …

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Fischer Scherz.)



Meine Meinung:

Lange, lange habe ich nach "Seelen" auf ein weiteres Buch von Stephenie Meyer gewartet. Als ich dann sah, dass es aus einem völlig anderen Genre kommen soll, war ich erst einmal skeptisch. Aber so wie ich nun einmal bin, wollte ich dem Ganzen auf jeden Fall eine Chance geben, da ich tatsächlich auch Fan der Filme um Ethan Hunt bin. 

Juliana Fortis wird direkt von der Uni abgeworben, um für den Staat zu arbeiten. Ihre Arbeit ist vollkommen geheim, da Sie mit ganz eigenen Mitteln versucht große Verbrechen zu verhindern, von denen die Menschheit bestenfalls niemals etwas hören soll. Als ihr Kollege jedoch an der Arbeitsstelle ermordert wird, muss sie flüchten. Denn auch auf sie hat es ihr Auftraggeber abgesehen. Im Laufe der Jahre entwickelt Juliana ihre ganz eigenen Methoden, um von ihnen nicht aufgespürt zu werden. 
Als sich ihr die Chance bietet, einen letzten Auftrag anzunehmen, um danach in Frieden weiter leben zu können, ist sie versucht sich zu offenbaren. Als sie jedoch versucht, dem Ganzen auf die Schliche zu kommen, befindet sie sich in größerer Gefahr als zuvor. Nur muss sie nun auch eine andere Person beschützen.

Ab der ersten Seite wird man in die etwas merkwürdige Welt der Juliana Fortis entführt und in ein Abenteuer geschubst, dessen Ausgang man nicht einmal erahnen kann. Nach dem ersten Drittel wird die Geschichte wunderbar spannend und lässt den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Die fast greifbare Anspannung springt auf den Leser über und ich musste das ein oder andere Mal tatsächlich schlucken, damit die Bilder in meinem Kopf nicht mit mir durchgehen. Ihr wisst, dass ich ein kleiner Angsthase bin, so konnte ich das Buch an manchen Stellen tatsächlich nicht im Dunkeln lesen. Trotzdem musste ich dringend wissen, wie es weiter geht.
Juliana Fortis ist ein Bad-Ass Charakter, sehr sarkastisch und sehr gefühlsstark. Sie hat mich vom ersten Moment an überzeugt und ich habe ihren Weg gerne verfolgt. Sie weint nicht bei jeder Kleinigkeit, beschützt diejenigen, die sie liebt und denkt trotzdem ab und an auch mal an sich selbst. Mehr Tiefe hätte man der Protagonistin nicht geben können. Zudem gibt es einen sehr coolen Nebencharakter, der mich sehr stark an Kenjii aus der "Shatter me"-Trilogie erinnert hat. Absolut loyal, sehr witzig und sarkastisch. Ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen.
Gut gefallen hat mir auch, dass der Leser sehr viele Informationen zu dem Dasein als Agent und der Wirkung verschiedener Chemikalien bekommt. Man merkt beim Lesen sehr stark, dass Stephenie Meyer jede Menge recherchiert haben muss, um so ein realistisches Bild hervorzurufen. 
Einzig und allein die Liebesgeschichte hat mir nicht zugesagt. Für meinen Geschmack nimmt sie viel zu viel Raum ein, stellt ab und an sogar die Spannung in den Schatten und ist absolut unglaubwürdig. 
Leider passte das nicht zu den Genre. Was bei Twilight und Seelen noch gut gepasst hat, wirkt hier leider eher deplaziert. 

Trotzdessen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich empfehle jedem Stephenie Meyer Fan, ihr auch in diesem Genre eine Chance zu geben. Es lohnt sich in jedem Fall!
Ich vergebe vier von fünf Lesepunkten und freue mich auf das nächste Buch von ihr. 



* Diese Rezension ist in liebevoller Zusammenarbeit mit Fischer Scherz entstanden, die mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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