Rezension: Magonia | Maria D. Headley*

23 Juni 2017

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Heyne fliegt | Band 1 | Gebunden | 368 Seiten | Fantasy | Kaufen?

 

Worum geht es?


Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft ...

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Heyne fliegt.)


Meine Meinung:


Krankenhäuser. Aza kann sie nicht mehr sehen. Seit ihrer Geburt muss sie dort ständig behandelt werden, da sie unter einer unbekannten Lungenkrankheit leidet. Ihr Leben ist auf keinen Fall normal, sie wird dauerhaft in Watte gepackt. Ihr einziger und somit bester Freund Jason, ist der einzige, der dies nicht tut. Dafür schätzt Aza ihn sehr. Als Aza zu ersticken droht, findet sie sich auf einem Schiff wieder - über den Wolken, aber ohne Jason. Während Aza versucht, sich in der neuen Welt zurecht zu finden, begibt Jason sich auf die Suche nach ihr. Beide stoßen auf Unglaubliches.

Die Geschichte um Magonia basiert auf einer großartigen Idee mit tollen Fantasy-Elementen. Die Welt ist derart bunt und verrückt, dass man als Leser aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Welche Elemente das sind, kann und möchte ich euch nicht verraten, da die ganze Geschichte auf dem Überraschungsmoment der Entdeckung dieses Ortes beruht. 
Der Spannungsbogen wird zum Ende hin immer größer und hat mich in seinen Bann gezogen. Und das, obwohl ich der Welt selbst nicht viel abgewinnen konnte. 

Zu Beginn lernen wir Aza kennen oder vielmehr ihre Art mit der Krankheit umzugehen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und sieht ihrem prophezeiten Tod mit Sarkasmus ins Gesicht. Sie versucht, sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr ihr dieses Leben zusetzt und Jason ist ihr dabei eine große Stütze. 
Jason, das Superhirn, war mir von Anfang an sympathisch. Er ist ein richtiger Nerd, berechnet Flugbahnen und so weiter. Er versucht, Aza ein schönes Leben zu schenken, sie abzulenken und ihr ein guter Freund zu sein. Oder doch mehr?

Soweit, so gut. Bis dahin hatte mich die Geschichte in ihren Fängen. Dann passiert ein Cut und reißt den Leser aus seinem überschaubaren Terrain hinein in eine kunterbunte Fantasywelt. Doch damit nicht genug. Auch Aza verändert sich stark und dem Leser bleibt einzig und allein Jason als Stütze. 
Die Welt, in der wir uns wiederfinden, ist wirklich wunderbar. Gestört hat mich jedoch, dass der Leser so viel Input bekommt, den er erst einmal verarbeiten muss. Dabei wird man von der Autorin aber nicht unterstützt, d.h. wir bekommen keine tieferen Erklärungen oder gar Beschreibungen der Welt, in der wir uns befinden. 

Das Ganze hat mich so aus der Bahn geworfen, dass ich erst einmal einige Zeit benötigt habe, um überhaupt wieder in die Geschichte zu finden. Auch bestimmte Wesen, die ich nun nicht näher erläutern kann, haben mir dabei zugesetzt. Diese waren leider nicht so ganz mein Fall. 
Anders jedoch die leicht angerissene Verknüpfung zur globalen Erwärmung. Ein aktuelles Problem in einem Buch wiederzufinden, das eigentlich Fantasymomente schafft, hat mich sehr beeindruckt.


Fazit:


Leider konnte mich die Geschichte nicht im Herzen erreichen. Die Idee ist super, die Geschichte sehr spannend, für meinen Geschmack jedoch ein bisschen zu viel von allem. Ich denke, die Geschichte ist sehr stark Geschmacksache, weshalb ich euch nur raten kann, es einfach mal zu versuchen. Ich vergebe 3,5 von 5 Lesepunkten. 


*Diese Rezension ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Heyne fliegt entstanden, die mir hierfür das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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2 Kommentare

  1. Hallo liebe Anna!

    Dieses wunderschöne Büchlein habe ich auch schon ins Auge gefasst. :)
    Interessant, dass hier inmitten einer Fantasygeschichte für Jugendliche auch Platz für das Thema Umwelt ist. Ich werde es auf jeden Fall mal mit der Geschichte versuchen - vielleicht nicht sofort, aber in Zukunft gerne. ;)

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom


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    1. Hallo Nina!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! :)
      Das hat mich auch sehr überrascht, aber die Kombination finde ich super.
      Liebe Grüße!

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