Rezension: Stell dir vor, dass ich dich liebe | Jennifer Niven*

26 Juni 2017

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Fischer Sauerländer | Einzelband | Klappbroschur | 464 Seiten | Roman | Kaufen?

Worum geht es?


Der eine Mensch, der dein Leben verändert
Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein.
Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Fischer Sauerländer.)

Meine Meinung:


Über das Buch "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven habe ich im Vorfeld sehr viel Gutes gehört. Daher habe ich mir sehr gefreut, mir mit ihrem neuen Buch eine eigene Meinung von ihrem Schreibstil verschaffen zu dürfen.

Nach dem Tod ihrer Mutter beginnt für Libby eine schwere Zeit und sie beginnt, übermäßig viel zu essen. Sie traut sich immer weniger aus dem Haus, bis sie es irgendwann gar nicht mehr verlassen kann. Sie geht nicht mehr zur Schule und hat außer ihrem Vater auch sonst keine sozialen Kontakte. In der Schule wurde sie gemobbt und hatte keinen leichten Stand. 
Seitdem hat sich viel getan. Sie hat sich ihres Problems angenommen, hadert aber noch immer mit ihrem Gewicht und dem Verlust der Mutter. Nun, Jahre später, versucht sie, die Schule wieder zu besuchen. Dort trifft sie auf Jack, der allseits beliebt ist, jedoch ein Geheimnis mit sich herum trägt. Jack ist gesichtsblind, das heißt, er kann sich die Gesichter der Menschen um ihn rum, selbst die seiner Familie, nicht merken. Dies zu vertuschen ist schwieriger als gedacht und Libby durchschaut ihn recht schnell. Die beiden verbringen mehr Zeit miteinander. Doch wird Jack zu einem übergewichtigen Mädchen stehen, wenn es darauf ankommt?

Dieses Buch thematisiert unter anderem Mobbing und die Auswirkungen, die dies auf betroffene Personen hat. Dies zwar nicht in aller Tiefe, aber dennoch so stark und so großartig, dass ich das Buch schon allein wegen seiner Botschaft ins Herz geschlossen habe. 
Der Leser wird in diesem Buch teilweise vorgeführt, bzw. zum Nachdenken angeregt und fühlt sich vermutlich das ein oder andere Mal ertappt, wenn er merkt, dass auch er Vorurteilen nicht aus dem Weg gehen kann. Die Geschichte zeigt, dass man lernen muss, auf die Meinung anderer Menschen zu "pfeifen", solange man mit sich selbst im Reinen ist. 

Jennifer Niven hat ihre beiden Protagonisten liebevoll gestaltet und sehr gut ausgearbeitet. 
Während Libby humorvoll und einfach nur fantastisch ist, ist Jack ein junger Mann mit positiven Werten, der Loyalität und Empathie ausstrahlt. Die Geschichte der beiden wird sehr gefühlvoll erzählt, die Handlung geht langsam von statten und ist somit sehr realitätsnah. Es wird deutlich, dass auch Jack kein Übermensch ist. Auch er hat mit den Blicken und Vorurteilen zu kämpfen und das macht in menschlich. Insgesamt ist die Geschichte sehr realitätsnah und vor allem herzerwärmend. 

Jacks Krankheit, die Gesichtsblindheit, wird nicht zu stark in den Fokus gerückt, jedoch noch soweit thematisiert, dass man sie ausreichend kennenlernen kann. Ihre Aufmerksamkeit hat Jennifer Niven vielmehr auf das Zwischenmenschliche gerichtet, das in diesem Buch stark zum Tragen kommt.

Der Leser fühlt mit den Protagonisten und lernt sich beim Lesen besser kennen.


Fazit:


Eine gefühlvolle, herzerwärmende Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Liebevoll gestaltete Protagonisten und eine tolle Botschaft. Schlicht: Einfach großartig!
Ich vergebe fünf von fünf Lesepunkten und lege euch das Buch sehr ans Herz.



*Diese Rezension ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Fischer Sauerländer entstanden, die mir hierfür das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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2 Kommentare

  1. Hallo liebe Anna :)
    ich bin auf deinen schönen Blog aufmerksam geworden, wurde natürlich Leserin und freue mich immer über Gegenbesuche.
    Natürlich habe ich mich auch direkt über deine erste Rezi hergemacht, es ist ein Titel der mich schon neugierig gemacht hat. Der Inhalt hat mich kurz erstaunt, aber wohl, weil ich die Autorin nicht kannte :) Es hört sich gut an und ich hoffe es hatte für alle ein Happy End die es verdient haben.
    Ganz liebe Grüße
    Romi

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    1. Hallo Romi!
      Schön, dass du hierher gefunden hast! :)
      Ob es ein Happy End gab, werde ich natürlich nicht verraten, aber ich kann sagen, dass das Ende super zum Buch gepasst hat. ;) Das Thema wird tatsächlich gut aufgegriffen und ich freue mich sehr, wenn du demnächst zu dem Buch greifst. :)
      Liebe Grüße, Anna

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