Rezension: Liebe findet uns | J.P. Monninger*

11 August 2017

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Ullstein | Einzelband | Klappenbroschur | 416 Seiten | Liebesroman | Kaufen?


Worum geht es?


Es ist der eine letzte Sommer nach der Uni, bevor das echte Leben beginnt. Heather reist mit ihren zwei besten Freundinnen durch Europa. Sie liest Hemingway, lässt sich durch die Gassen der Altstädte treiben. Dass sie Jack begegnet, hätte sie nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt. Er folgt Stationen aus dem alten Reisetagebuch seines Großvaters. Es ist sein Ein und Alles, und Jack beginnt die Schätze daraus mit Heather zu teilen. Die beiden besuchen die unglaublichsten Orte und verbringen die schönste Zeit ihres Lebens. Bis Jack völlig unerwartet verschwindet. Heather ist verzweifelt, wütend. Was ist sein Geheimnis? Sie weiß: Sie muss ihn wiederfinden.

(Die Rechte am Klappentext liegen bei den Ullstein Buchverlagen.)

Meine Meinung:


Den  Uniabschluss in der Tasche, beschließen Heather und ihre beiden besten Freundinnen einen  Europatrip zu machen. Heather hat für ihre Zeit nach der Reise schon genaue Vorstellungen. Diese sind strikt und auch ihre Eltern haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf sie.
Als Heather Jack kennenlernt, der ganz andere Prinzipien als sie selbst vertritt, bekommt sie eine völlig neue Sicht auf das Leben. Jack ist ein sehr offener, ungezwungener Mensch, der für sich entschieden hat, die Stationen aus dem Reisetagebuch seines Großvaters abzuklappern und auf dessen Wegen zu wandeln. Die beiden hätten nicht gedacht, dass sie sich in einander verlieben und das wirft sie ziemlich aus der Bahn. Beide lernen dazu, während sie Europa nun gemeinsam erkunden. Als Jack plötzlich spurlos verschwindet, ohne sich zu verabschieden, bricht für Heather eine Welt zusammen.

Zu Beginn der Geschichte ist mir gleich der wundervolle Schreibstil von J.P. Monninger aufgefallen. Er schafft eine unglaubliche Atmosphäre mit Sogfaktor, der ich nicht mehr widerstehen konnte. Ich hatte gleich das Gefühl, dass diese Geschichte etwas Besonderes wird und so ist es auch. Nach nur wenigen Seiten fühlt man sich Heather und ihren Freundinnen verbunden, man ist als Leser in einer kleinen Blase gefangen, die einem suggeriert, man wäre selbst auf Reisen.
J.P. Monninger schafft es, ein Gefühl der Leichtigkeit zu erschaffen, sodass man sich völlig auf die Geschichte einlassen kann und alles um sich herum vergisst. 

Ich fühlte mich Heather sehr verbunden und die Entwicklung, die sie in diesem Buch durchmacht ist äußerst glaubwürdig. Du glaubst, dein Leben strukturiert zu haben und zu wissen, was du willst. Doch plötzlich tritt eine Person in dein Leben, die deine Lebensweise hinterfragt und dich völlig durcheinander bringt. Heather lässt sich nicht leicht von ihrem Weg abbringen, ist jedoch nicht zu verkopft, sondern lässt die Veränderung auch zu.

Ihre beiden Freundinnen bleiben im Gegensatz zu Heather eher schwach skizziert. Das Gefühl von Freundschaft wurde mir zwar vermittelt, in diesem Punkt hätte ich mir aber etwas mehr erwartet.

Jack wiederrum ist ein Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Mit seiner leicht rebellischen Art und den alternativen Lebensansätzen, hat er mich so manches Mal zum Nachdenken angeregt. 
Seine Art Humor sorgt für fetzige aber auch tiefgründige Dialoge mit Heather. Allgemein wird das Zwischenmenschliche sehr gut ausgearbeitet und die Emotionen kommen beim Leser unumwunden an. 

Jacks Liebe zu seinem Großvater und die Verknüpfung zum Reisetagebuch haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Als Leser ist man sich der Bedeutung dieses Parts jeder Zeit bewusst und man weiß, dass das Damoklesschwert schon über Heather und Jack schwebt. 

Der Bruch, der durch Jacks plötzliches Verschwinden ausgelöst wird, spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Die Leichtigkeit wird von einer Schwere abgelöst, die man aufgrund des harten Schnittes überaus deutlich spürt.

Die Auflösung des Ganzen hat mich nicht völlig überrascht, dennoch halte ich sie für sehr gelungen.


Fazit:


Ein Buch, das bewegt und den Leser in einer Blase gefangen hält. Überaus wortgewand und emotional schildert J.P. Monninger eine junge Liebe, die zunächst leicht und fröhlich ist, zuletzt aber vom Leben gezeichnet wird. Ich vergebe vier von fünf Lesepunkten und lege euch das Buch wärmstens ans Herz.



*Dieses Buch wurde mir von Ullstein über das Portal NetGalley kostenlos zum Rezensieren zur Verfügung gestellt.

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2 Kommentare

  1. Huhu :)

    Eine richtig schöne Rezension! Bisher kannte ich das Buch noch nicht, aber jetzt ist es direkt auf meiner Wunschliste gelandet und ich bleibe sehr gerne als neue Leserin 😊 Ich liebe dein Blogdesign und die wunderschönen Fotos 😍

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

    P.S. Auf meinem Blog findet derzeit ein Gewinnspiel statt. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen? 😊

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    1. Hallo Lisa!

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das freut mich sehr. Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Stöbern! :)

      Liebe Grüße, Anna

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