Rezension: Familie Grace, der Tod und ich | Laure Eve*

20 Oktober 2017

Rezension-Familie-Grace-der-Tod-und-ich-Laure-Eve-Buch-Fischer-Verlag
Fischer FJB | Band 1 von ? | Gebunden | 352 Seiten | Jugendbuch | Kaufen?

Worum geht es?

»Ich bin bereit, alles zu tun, um eine von ihnen zu werden.«
Alle sind fasziniert von der Familie Grace. Die Geschwister Fenrin, Thalia und Summer sind die geheimen Stars der Schule. Sie sind wunderschön und unnahbar – und manche glauben sogar, sie beherrschten dunkle Magie.
Auch die Außenseiterin River fühlt sich unwiderstehlich zu ihnen hingezogen: Sie kann ihr Glück kaum fassen, als Summer sich mit ihr anfreundet, und sie in den inneren Kreis der Graces aufgenommen wird. Aber nichts in dieser Familie ist so, wie es scheint, und als einer von ihnen tot am Strand gefunden wird, beginnt ein Ringen dunkler Kräfte …

(Die Rechte am Klappentext liegen bei Fischer FJB.)

Meine Meinung:

Als River aufgrund eines privaten Zwischenfalls ihre alte Heimat verlassen muss und mit ihrer Mutter in eine neue Stadt zieht, ist sie sofort die Außenseiterin. Sehr in sich gekehrt und manchmal etwas verschroben, findet sie keinen Anschluss.
Im Gegensatz zu der Familie Grace. Diese ist allseits beliebt und egal wo sie auftauchen, alles richtet sich nach ihrer Nase. Eine geheimnisvolle Präsenz umschwirrt die Geschwister Fenrin, Thalia und Summer. Eine Präsenz die River magisch anzieht. Was gäbe es schöneres als in ihren Kreis aufgenommen zu werden? Als Summer River endlich Aufmerksamkeit schenkt, gelangt River in den inneren Kreis. Doch wie so häufig ist nichts so wie es ursprünglich scheint.

Der Klappentext, der mit einem spannenden, mystischen Todesfall und einer verschroben, geheimnisvollen Familie lockt, hatte es mir zu Beginn sehr angetan. Leider hält das Buch nicht das, was es verspricht.

Zunächst wurde ich leider mit River nicht warm. Sie ist ein sehr sehr zurückhaltender Mensch und würde alles dafür geben, zu einer beliebten Gruppe zu gehören. Nur durch diese Bestätigung fühlt sie sich akzeptiert und das zeigt sie dem Leser auch andauernd. Sie ist so sehr darauf bedacht, sich anders zu verhalten, um die Familie Grace zu überzeugen, dass sie es wert ist dazuzugehören, dass dabei sämtliche Sympathie verloren geht. Zudem ist River ein sehr weinerlicher Charakter, der durch vieles und sehr leicht aus der Ruhe zu bringen ist. Dazu kommt eine gehörige Portion Naivität, die mich beim Lesen wirklich sehr gestört hat.
Das ganze Buch über konnte ich mich nicht in River hineinversetzen und ihr Werdegang wurde mir im Laufe des Buches volkommen gleichgültig.

Die geheimnisvolle Familie Grace wurde mir leider auch nicht sympathisch. Sie ist sehr plakativ dargestellt und die Geheimnisse die um sie bestehen sollen, beruhen auf einem einzigen Ereignis aus der Vergangenheit. Das Mystische wurde mir dabei leider nicht vermittelt.
 
Auch die erhoffte Spannung, die durch den Todesfall entstehen soll, bleibt aus. Besagter Todesfall ereignet sich leider erst gegen Ende der Geschichte und nimmt somit auf den Handlungsverlauf nicht mehr großartig Einfluss. Die Handlung an sich ist wenig mit Spannungsbögen gespickt, sie tröpfelt hauptsächlich so vor sich hin. Spannung kommt somit kaum auf und die Handlung bleibt äußerst platt.

Da leider auch der Schreibstil der Autorin keine großen Besonderheiten aufweist, kann dadurch die fehlende Handlung nicht aufgefangen werden.

Fazit: 

Zunächst vielversprechender Klappentext, die Geschichte konnte mich jedoch leider nicht abholen. Mangelnde Spannung, eine platte Handlung und eine unsympathische Protagonistin ließen mich enttäuscht zurück. Ich vergebe zwei von fünf Lesepunkten und empfehle Interessierten, sich vorab die Leseprobe durchzulesen.



*Diese Rezension ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Fischer FJB entstanden, die mir hierfür das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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